GEISELNAHME KÖLN: Sprengsatz war mit Stahlkugeln präpariert

17 Oct 2018 01:25 27
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Die Bundesanwaltschaft hat nach dem Brandanschlag und der Geiselnahme am Kölner Hauptbahnhof die Ermittlungen übernommen. Dies sei wegen der besonderen Bedeutung des Falles geschehen, sagte ein Sprecher der obersten Anklagebehörde am Mittwoch. Die Behörde wollte sich voraussichtlich noch im Tagesverlauf zu Details äußern. Die Kölner Polizei hatte bereits erklärt, sie halte einen versuchten Terroranschlag für möglich. Der Polizei zufolge hatte am Montag mutmaßlich ein 55-jähriger Syrer zunächst in einem Schnellrestaurant am Bahnhof ein Molotow-Cocktail gezündet. Dabei wurde eine 14-Jährige verletzt, sie musste operiert werden. Der Täter lief in eine benachbarte Apotheke und nahm dort eine Angestellte als Geisel. Beim Polizei-Zugriff wurde er durch Schüsse schwer verletzt.

Nach Polizeiangaben hatte der Mann auch mehrere Gas-Kartuschen bei sich, die mit Stahlkugeln präpariert waren. Wären diese in dem Schnellrestaurant detoniert, hätten sie "ganz beachtlichen Schaden" anrichten können. Die Polizei geht auch Hinweisen nach, nach denen der 55-jährige Syrer psychische Probleme gehabt habe. Zeugen hatten der Polizei zufolge berichtet, der Mann sei bei der Tat "wahrnehmbar alkoholisiert" gewesen.

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