Pendler zwischen Fahrt und Stress: Ein Norden ohne Stau | Wie geht das? | NDR

23 Apr 2019 28:31 258
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Dachdecker Maik Kunz aus Mecklenburg gehört zu den Tausenden Pendlern, die jeden Tag von Ost nach West zur Arbeit fahren. Schon morgens um halb sechs Uhr startet er aus der Nähe von Gadebusch, denn er weiß: kurz vor Hamburg geht nichts mehr. Bremsen, stehen, warten.

2018 kam es auf den deutschen Straßen zu 1,5 Millionen Kilometer Staulänge. In der Verkehrsleitzentrale in Hamburg versucht man, dem morgendlichen Stau entgegenzuwirken. Der Verkehrsfluss wird per Kamera beobachtet und über die Lichtsignalanlagen gesteuert. Außerdem werden Meldungen erstellt, die unter anderem beim NDR Verkehrsstudio landen.

Neben den Daten der Verkehrsleitzentrale ist der Autofahrer der wichtigste Staumelder für das Verkehrsstudio. Per App auf dem Handy oder dem Navigationssystem an Bord werden die Daten des Fahrers über GPS, dem Global Positioning System, ermittelt. Das Navi sendet dann die Position und die Geschwindigkeit des Fahrzeugs weiter. Durch die Bewegung anderer Automobile in der Nähe, lässt sich ein genaueres Bild der Verkehrssituation erkennen. Diese ausgewerteten Daten werden klassisch über das Radio auch an die Navigationssysteme gesendet, um den Fahrer rechtzeitig zu informieren.

Doch das Hauptproblem auf den Straßen bleibt die Masse an Autos. Noch werden fast 90 Prozent der privaten Fahrten mit dem Auto erledigt. Deshalb läuft in der Freien und Hansestadt Hamburg seit Kurzem das App-gesteuerte Sammelbussystem ioki, das Fahrtanfragen bündelt, um Strecken und Fahrzeuge optimal auszulasten.

Weitere Folgen "Wie geht das?": https://www.youtube.com/playlist?list=PLMJjvZqoYSrDVEI7x86iXlw5JOSOdssVJ

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