"Fingerabdruck" diffuser Protonen entschlüsselt

02 Dec 2016 03:53 1
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Der Grotthuß-Mechanismus, benannt nach dem Leipziger
Naturwissenschaftler Freiherr Theodor von Grotthuß (1785-1822), erklärt qualitativ den Transport von elektrischen Ladungen in wässrigen Lösungen. Dieser spielt in alltäglichen biochemischen Prozessen, zum Beispiel der Signalübertragung in Proteinen, eine fundamentale Rolle. Doch die molekularen Details des Ladungstransports sind noch immer nicht abschließend geklärt.

Den Doktoranden Matias Fagiani und Harald Knorke aus dem Arbeitskreis von Prof. Dr. Knut Asmis des Wilhelm-Ostwald-Instituts für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Leipzig ist es nun erstmals gelungen, den spektroskopischen "Fingerabdruck" gelöster Protonen, die dem Ladungstransport zu Grunde liegen, experimentell zu entschlüsseln. Ihre Ergebnisse präsentieren sie in der aktuellen Ausgabe des renommierten Wissenschaftsmagazins "Science" (Vol 354, Issue 6316, 02 December 2016).

© Universität Leipzig (Zentrum für Medien und Kommunikation), 2016

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